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Venedig – Welche Highlights in 3 Tagen
Venedig kostenlos und ohne lange Warteschlangen erkunden? Das geht, wenn du eben nicht jede bekannte Sehenswürdigkeit in aller Ausführlichkeit besuchst. Manchmal reicht es einfach durch die Stadt zu schlendern und entlegene Gassen zu erkunden. Denn Venedig ist quasi eine Art Freilicht-Museum auf kleinstem Raum, alles ist eine Sehenswürdigkeit.
Du möchtest die Stadt in Ruhe erkunden? Dann sind die frühen Morgenstunden und Abendstunden ein kleiner Lichtblick. Zudem solltest du die Hochsaison meiden.
Kurz gefasst
kostenlose Highlights: Seufzer- und Rialto- Brücke, Markusplatz
Highlights ohne Warteschlange: Bootsfahrt auf dem Rio Grande
Schönste Viertel: Cannaregio
Schönste Insel: Burano
Beste Reisezeit: Frühjahr und Herbst
Beste Uhrzeit: außerhalb der Stoßzeiten vor 10.00h und nach 18.00h
1. Venedig – Die Stadt der Brücken


Über 400 Brücken verbinden die einzelnen Inselabschnitte der Lagunenstadt und ermöglichen es, mehr als 140 Kanäle zu überqueren. Einige der Brücken sind weltbekannt, andere erfüllen einfach nur ihren Zweck. Allesamt geben sie Venedig das gewisse Etwas.
Die Seufzerbrücke am Markusplatz verbindet den Dogenpalast mit dem neuen Gefängnis. Gefangene wurden über die Brücke geleitet und die Vorstellung, dass sie seufzend den Gang in das Gefängnis antreten, verlieh der Brücke ihren Namen.
Die Rialto-Brücke aus dem Jahr 1591 ist eine der bekanntesten Brückenbauten der Stadt und galt lange Zeit als einziger Übergang über den Canal Grande, bis 1854 die Accademia-Brücke hinzukam. Inzwischen gibt es insgesamt vier Brücken über den Stadtfluss, die letzte kam im Jahr 2008 hinzu und verbindet den Bahnhof Santa Lucia mit der Piazzale Roma.
2. Ausblick vom Fondaco dei Tedeschi

Venedig – Ausblick vom Fondaco dei Tedeschi
Eine kostenlose Aussicht über die Dächer Venedigs gibt es vom Fondaco dei Tedeschi in der Nähe der Rialto-Brücke. Ein Geheimtipp ist das schon lange nicht mehr, dennoch lohnt sich der Gang auf die Dachterrasse dieses Edel-Kaufhauses.
Per Onlineanmeldung oder direkt vor Ort kannst du eine Zeitspanne von 10 Minuten reservieren und die Aussicht von der Dachterrasse genießen. Warum nur so kurz? Nun ja, die Terrasse ist klein und es werden nur Gruppen von höchstens 15 Personen zugelassen.
►Hier kannst du online reservieren
3. Der Markusplatz


Eine Ansammlung an prunkvollen Bauten befindet sich im Herzen Venedigs, am Markusplatz. Der Markusdom Basilika di San Marco ist Namensgeber des Platzes und eine der prächtigsten Kirchen der Lagunenstadt. Du kannst an dem Gebäude byzantinische, romanische und gotische Elemente bestaunen.
Ein paar Meter weiter steht der Glockenturm Capanile di San Marco. Vom Turm aus hast du eine großartige Aussicht auf Venedig und die Lagune.
Möchtest du einen Kaffee trinken oder etwas essen, kannst du das auf dem Platz zwischen der alten und neuen Procuratie machen. Früher waren in dem Gebäude Regierungsbüros und die Stadtverwaltung untergebracht. Heute sind hier etliche Restaurants, unter anderem auch das Café Florian, eines der ältesten Caféhäuser der Welt.
Am anderen Ende des Markusplatzes, zum Canale Grande hin, ist der Dogenpalast, ein prächtiges Gebäude, das einst Sitz der politischen Macht Venedigs war.
Markusdom
Öffnungszeiten: Apr.-Okt. von 9.30-17.15h, die restlichen Monate von 9.45 – 16.45h, Sonn- und Feiertage ab 14.00h
Normaler Eintritt: kostenlos in die Basilika
Schneller Eintritt: 20€
Museum/ Goldalter/ Schatzkammer: 5€/ 2€/ 3€
Tipp: Achte auf die für religiöse Stätten übliche Kleiderordnung wie bedeckte Schultern, keine Shorts oder kurze Röcke. Rücksäcke und Taschen dürfen nicht mit hineingenommen werden. Die Sachen können in Schließfächern aufbewahrt werden, diese befinden sich links vom Haupteingang und kosten 2€.
Glockenturm
Öffnungszeiten: 9.30-21.15h
Eintritt: 15€
Dogenpalast
Öffnungszeiten: 9.30-21.15h
Eintritt: 15€
Wenn du alle kostenpflichtigen Highlights erkunden und einige Euros einsparen möchtest, sind Kombitickets eine gute Option. Auch der Venedig City Pass wäre eine Möglichkeit. Darin enthalten ist auch der Transport mit öffentlichen Verkehrsmitteln.
4. Der Canal Grande

Eine Rundfahrt mit dem Vaporetto durch den Canal Grande gehört zu den Klassikern in Venedig. Die Aussicht auf die Häuserzeilen entlang des Ufers ist grandios. Direkt am Bahnhof Santa Lucia starten die Linien 1 und 2 der Wassertaxis, die dich auf der knapp 4km langen Wasserstraße bis zum Markusplatz bringen. Zwischendurch sind weitere Haltestellen, wo du ein- und aussteigen kannst.
5. Bücherei Acqua Alta


Wer sich in Venedig nicht auskennt, wird schwerlich auf direktem Wege ein bestimmtes Ziel erreichen. Immer wieder nehmen die schmalen Gassen ungeahnte Wendungen, und du landest irrtümlich in einer Sackgasse oder an einem Kanal ohne Brückenübergang. So sind wir nach geraumer Zeit und etlichen Umwegen, ca. 500m fernab der Rialto-Brücke, irgendwo im Osten Venedigs, in der Bücherei Libreria Acqua Alta (übersetzt: Hochwasser) gelandet.
Wie die meisten ebenerdigen Gebäude in der Stadt ist auch diese Bücherei vom immer wiederkehrenden Hochwasser Venedigs betroffen. Daher sind auch viele Bücher einfach in Gondeln, alten Badewannen oder Kästen gestapelt.
Die Libreria Acqua Alta ist beliebt, und reges Gedränge füllt den kleinen Laden schnell. In dem winzigen Hinterhof kannst du über eine Büchertreppe die Aussicht auf einen Kanal genießen oder dich entspannt in eine Ecke setzen und lesen. Es ist ein uriges Plätzchen, irgendwie hat uns der Ort gefallen und vor allem der Weg dahin.
Öffnungszeiten: täglich von 9.00 – 20.00h
Wie du zur Libreria Acqua Alta kommst: Einfach in die Navigations-App
Organic.maps oder bei Google. maps den Begriff „Libreria Acqua Alta“ eingeben.
6. Das Viertel Cannaregio


Cannaregio befindet sich im Norden Venedigs und liegt größtenteils außerhalb touristischer Sehenswürdigkeiten. Es ist ein gemütlicher, entspannter Stadtteil, wo die Infrastruktur noch geprägt vom alltäglichen Leben ist. So wirst du hier eher auf Cafés, Kindergärten, Schulen und Parks treffen, wo die Einheimischen ihrem Alltag nachgehen, Souvenirshops gibt es kaum.
Nur der jüdische Teil Cannaregios ist zentraler Bereich für historische Gebäude und Synagogen und beliebt als Sightseeingtour.
7. Schöne Gassen in der Altstadt



Einzigartig in Venedig sind die vielen Gassen, Ecken und Winkel zwischen kleineren und größeren Kanälen, die mit zig Brücken verbunden sind. Es macht einfach Laune, ohne Ziel, die Stadt zu erkunden..
8. Murano – Die Insel der Glaskünste


Dich interessieren Glasskulpturen, Glasschmuck/ -souvenirs? Dann wirst du auf Murano fündig. Die kleine Insel ist von Venedig gut mit dem Vaporetto zu erreichen. Startpunkt ist der Markusplatz oder die Piazza Roma, von dort aus dauert die Fahrt ca. 30min.
Mehrere Werkstätten haben sich hier auf die Herstellung von Glaskunst spezialisiert, eine alte Tradition auf Murano, die bis ins Mittelalter zurückreicht. So wirst du im Murano Glasmuseum allerlei Exponate der letzten Jahrhunderte bewundern können, inkl. einer wechselnden Ausstellung zeitgenössischer Glaskunst. Suchst du nach kleinen Glas-Souvenirs, schau einfach bei den vielen Shops in der Innenstadt vorbei.
Ansonsten sind in Murano Architektur, Gässchen, Kanäle und Brücken ähnlich angelegt wie in Venedig, allerdings etwas einfacher und ruhiger. Wenn du weniger Zeit mitbringst und Glas nicht dein Ding ist, lohnt sich der Abstecher nicht unbedingt.
Glasmuseum Öffnungszeiten: Apr. bis Okt. von 10.00 – 18.00h, Nov. bis März von 10.00 – 16.30h
Eintrittspreise: ab 12€
9. Burano – Die Insel der Farben



Es gibt von Venedig keine direkte Verbindung nach Burano, sondern nur die Möglichkeit eines Zwischenstopps auf Murano. Dort steigst du um in das Wassertaxi Richtung Burano. Das alte Fischerstädtchen ist etwas Besonderes und ganz anders als Venedig. Die Häuser auf der Insel sind knallbunt.
Eine Legende besagt, dass die Farben der Fassaden als Orientierung für die Fischersleute galten. So konnten sie die Insel im Nebel besser wiederfinden. Auch soll jede Familie mit der Zeit ihre eigene Fassadenfarbe entwickelt haben. Heute ist die bunte Vielfalt ein Markenzeichen von Burano. Wer sein Haus neu streichen möchte, muss dafür einen extra Antrag stellen.
Burano ist auch bekannt für die Herstellung von Spitze. So wirst du in den vielen kleinen Läden jede Menge Spitzendeckchen & Co. vorfinden.
Das Hauptgeschehen findet entlang der Hauptstraße und einigen Gässchen statt, wo neben Shops und Imbissständen auch viele Restaurants sind. Drumherum laden gemütliche Parks entlang des Ufers zum Schlendern und Entspannen ein.
Burano ist mit den bunten Häusern ganz anders als Venedig. Die Insel ist nicht groß und nur die Hauptstraße ist touristisch erschlossen, in den Nebenstraßen ist es ruhig.
Mein Tipp: Als wir morgens Richtung Murano losfuhren, waren die Wartezeiten für das Wassertaxi noch im Rahmen. Doch gegen Mittag wurde es richtig voll, wir standen ewig in der Schlange zur Weiterfahrt nach Burano. Im Nachhinein hätten wir Murano ausgelassen, um direkt nach Burano zu fahren.
10. Lido – Die Insel der Strände
Hier entstand weltweit eines der ersten Strandbäder. Typisch sind daher die vielen Cabanas, sogenannte Strandhütten, die tageweise gemietet werden können und noch eine Tradition aus den alten Strandbadzeiten sind.
Achte darauf, welchen Strand du besuchst. Denn entlang der 12km langen Strandmeile von Lido gibt es viele private Strandabschnitte, wo du Eintritt zahlen musst.
Einige Strände sind auch kostenfrei, diese verfügen aber nicht immer über sanitäre Anlagen. Besonders schön soll der naturbelassene Strand Spiaggia di San Nicolo sein, der sich im Naturschutzgebiet befindet und, wegen fehlender Toiletten, auch in der Hauptsaison relativ leer ist.
Anders als in Venedig sind auf Lido Autos und Busse erlaubt. Doch am schönsten ist eine Erkundungstour mit dem Miet-Fahrrad. Reserviere rechtzeitig, denn Radfahren ist sehr beliebt auf der Insel.
Und wer im September die Insel besucht, kann sich die alljährlichen internationalen Filmfestspiele anschauen, eine Tradition seit den 30er Jahren.
