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Strandurlaub in Essaouira
Du brauchst Entspannung, magst aber auch den typischen 1001 Nacht Flair? Dann bist du in der charmanten Küstenstadt Essaouira genau richtig.
Was dich erwartet: Ein kilometerlanger Strand lädt zum Baden, Surfen und Wandern ein. Die weiß getünchte Altstadt mit verwinkelten Gassen, Basaren und Märkten bringt den Orient zu dir.
Am authentischen Stadthafen und der Uferpromenade auf der Stadtmauer ist immer etwas los.
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Kurz gefasst
Flair: entspannte Küstenstadt mit orientalischer Altstadt, kleinen Kunstgalerien und lebhaftem Fischerhafen
Wie viele Tage: 2-4 Tage, je nachdem, ob du nur die Stadt erkunden oder auch Strandtage einlegen möchtest
Beste Reisezeit: März.- Juni, Sep.- Okt.
Fortbewegung: die Medina lässt sich gut zu Fuß erkunden,
Budget: Backpacker ab ca. 30 €/ Tag, mittlere Ansprüche ab 50 €/ Tag
Highlights: Strand, Medina, Hafen, Scala de la Kasbah, Kunstgalerien
Mein Tipp: Essaouira ist perfekt, wenn du nach dem Trubel in Marrakesch ein paar entspannte Tage am Strand verbringen möchtest.
1. Die Anreise
Essaouira liegt südlich an der Atlantikküste und ist sowohl mit einem Flughafen als auch mit einem guten Straßennetz in allen Richtungen verbunden. Einen Zugbahnhof gibt es nicht.
Mit dem Taxi
Eine sehr bequeme Art zu reisen ist mit dem Taxi. In Marokko ist das Taxi-System unterteilt in Grand Taxi und Petit Taxi. Für längere Strecken nimmst du immer ein Grand Taxi. Die Autos sind größer und meist komfortabler. Mit dem Petit Taxi legst du nur kurze Strecken innerhalb einer Stadt oder zu nahegelegenen Zielen zurück.
Von Marrakesch bis nach Essaouira zahlst du mit dem Grand Taxi einen festgelegten Preis von 600DH (ca.55€). Viel günstiger geht es jedoch mit dem Bus und ist ebenso bequem.
Mit dem Bus
Kommst du aus Marrakesch oder einer anderen marokkanischen Stadt mit dem Bus angereist, wirst du an dem Busbahnhof Gare Supratours direkt vor der Stadtmauer abgesetzt. Von da aus sind es zu Fuß 10min mitten in die Altstadt.
Falls du viel Gepäck bei dir hast, stehen Personen mit Handkarren bereit, um dich direkt bis zu deiner Unterkunft zu bringen. Denn innerhalb der Medina fahren aufgrund der engen Straßen keine Autos/ Taxis.
Die Busse in Marokko sind sehr bequem und die Landschaft auf dem Weg ist der Hammer. Je nachdem aus welcher Richtung du anreist, sind weitläufige Wüstenlandschaften, Bergketten oder Küstenabschnitte zu sehen.
Mit dem Flugzeug
Der Flughafen von Essaouira ist wirklich mini, wird aber international angeflogen. Falls du also hier landest, sind es noch ca. 15km bis zur Medina. Am besten nimmst du eines der Grand Taxis am Eingang, und fährst damit ca. eine halbe Stunde bis zu den Stadttoren. Die restlichen Meter bis zu deiner Unterkunft musst du natürlich laufen.
Preis: Vom Flughafen bis nach Essaouira solltest du nicht mehr als 150-180DH zahlen.
2. Die Medina




Zuallererst geht es in die Altstadt, in die Medina. Essaouira ist nicht groß, aber dafür ein entspanntes Städtchen mit historischem Kern. Die Medina gehört seit 2001 zum UNESCO-Weltkulturerbe und ist von einer sehr gut erhaltenen Stadtmauer aus dem 18. Jh. umgeben.
Innerhalb der Mauern wirst du auf eine Mischung aus typisch marokkanischen und europäischen Architekturelementen stoßen. Angenehm ist, dass niemand mit aufdringlichem Verkaufsgebaren dich bedrängt, sondern du in Ruhe über Märkte und durch Gassen schlendern, in Kunstgalerien stöbern und zwischendurch in ein Café einkehren kannst.
Da die meisten Häuser der Medina weiß getüncht sind, wird Essaouira auch „die weiße Stadt“ genannt. Anders als in Marrakesch und Fès, sind die Straßen relativ symmetrisch und geradlinig ausgerichtet. So ist die Orientierung deutlich einfacher.
Souks – Die Märkte


Natürlich gehören zu jeder marokkanischen Medina Märkte, die Souks. Wenn du dich in den Nordwesten der Stadt zum Stadttor Bab Doukkala begibst, wirst du hier auf etliche Verkaufsstände mit Obst, Gemüse, Gewürzen und sogar einem kleinen Marktplatz mit frischen Meeresfrüchten begegnen. Hier und da werden auch Gerichte angeboten. Besonders vormittags ist hier ziemlich viel los.
Moulay Hassan Platz


Mittelpunkt der Medina ist der Moulay Hassan Platz. Er liegt zwischen Hafen und der Festungsanlage. Tagsüber ist hier wenig los, aber zu den Abendstunden hin ist es ein beliebter Treffpunkt für Straßenkünstler und für einen sagenhaften Blick auf den Sonnenuntergang. Rund um den Platz sind einige Cafés, Crêpe-Stände und Restaurants.
Von dem Platz geht es runter zum Ufer, wo du entlang der Stadtmauer ein Stück laufen und der Brandung zuschauen kannst.
Pharmacopée traditionelle Azurrette chez Rachid – Ein Gewürzparadies


Gewürze wirst du an jedem zweiten Stand kaufen können. Ein besonderer Ort, wo du richtig gut beraten wirst und auch definitiv echten Safran bekommst, ist die Pharmacopée Azurrette, irgendwo in der Straße Rue D’Agadir.
Der Laden ist nicht immer geöffnet. Schreibe einfach eine WhatsApp-Nachricht an den Besitzer, die Nummer steht an der Eingangstür, oder schaue eher gegen Nachmittag vorbei.
3. Scala de la Kasbah – Schönste Aussicht

Betrittst du die Medina durch die Stadttore, wirst du in Richtung Ufer auf die Festungsanlage Scala de la Kasbah stoßen. Sie ist Teil der Stadtmauer und mit alten portugiesischen Kanonen bestückt, die früher als Verteidigung gegen Angriffe vom Meer eingesetzt wurden.
Heute ist es vor allem ein beliebter Aussichtspunkt, um der Brandung zuzuschauen und in den Abendstunden den Sonnenuntergang zu genießen. Tagsüber sind entlang der Mauern jede Menge Souvenirstände und Galerien, wo du nach Mitbringseln Ausschau halten kannst.
Übrigens war Scala de la Kasbah auch Filmkulisse für die bekannte Serie Game of Thrones.
4. Ein authentischer Stadthafen




Essaouira wurde im 18. Jh. gegründet und war ursprünglich ein wichtiges Hafen- und Handelszentrum, das durch seine strategische Lage zwischen Europa und Afrika florierte.
Den Hafen gibt es immer noch, wo du dem täglichen Treiben der Menschen zuschauen und frischen Fisch und Meeresfrüchte aller Art kaufen kannst. Es ist ein authentischer Ort mit herrlichen Fotomotiven. Bevor du allerdings losknipst, beachte, dass aus religiösen Gründen manche Personen nicht gerne fotografiert werden.
Magst du Fisch, mache unbedingt einen Abstecher zu den Hafenlokalen kurz vor dem Torbogen. Hier gibt es einfache Fischgerichte zu günstigen Preisen.
5. Essaouira als Künstlerstadt
Die Stadt hat im Laufe der Jahre viele Künstler, Musiker und Schriftsteller angezogen, wodurch sich eine richtige Kunstszene etabliert hat. Jedes Jahr findet in Essaouira das „Gnaoua World Music Festival“ statt, das Interessierte aus der ganzen Welt anzieht und die traditionelle marokkanische Musik feiert.
Im Kunsthandwerk finden sich insbesondere Holzarbeiten aus Thujaholz und Silber, welche in etlichen kleinen Ladengalerien angeboten werden.
Mache einen Abstecher in die Galerie la Kasbah. Diese liegt in einem Riad aus dem 18. Jh. wo über 100 nationale und internationale Künstler ihre Werke ausstellen.
6. Mellah – Das jüdische Viertel
Einst war in der Stadt eine große jüdische Gemeinde und das Mellah ist das historische jüdische Viertel der Stadt. Hier befinden sich alte Synagogen und Häuser im jüdischen Stil.
Das Viertel ist kaum noch bewohnt, aber in den Cafés hörst du zum Abend hin typisch jüdische Musik. Die Menschen sitzen zusammen, singen und spielen Klarinette oder andere traditionelle Instrumente. Setz dich einfach dazu, trinke einen Minztee, und lass dich von der guten Laune mitnehmen.
7. Strände in Essaouira


Wenn du am Hafen vorbeigegangen bist, wird dein Blick an dem weitläufigen Strand hängen bleiben. Und der ist wirklich riesig. Bei Ebbe sind manche Strandabschnitte mehrere hundert Meter breit und kilometerlang. Die Wassertemperaturen sind sogar in den Wintermonaten noch badetauglich. So habe ich mich im Januar an sonnigen Tagen in die Fluten gestürzt.
Da in Essaouira das ganze Jahr über eine angenehme Brise weht und die Wellen groß genug sind, bieten sich Sportarten wie Kitesurfen, Windsurfen und Wellenreiten an.
Beliebt sind auch Ausritte auf dem Pferd entlang der Küste. Auch Kamele stehen bereit, um dich auf deren Rücken zu tragen. Schau bitte genau hin, ob die Tiere gut behandelt werden, bevor du dich dafür entscheidest. Ich habe mich dagegen entschieden und bin lieber selbst gelaufen.
Ja, und da ist noch die Sache mit den Quads. Ein absoluter Renner sind Fahrten mit den Gefährten über die Sanddünen runter zum Strand. Du wirst sie nicht verfehlen, wenn du den Stadtstrand bis zum Ende gehst.
8. Essaouira – Die schönsten Ziele in der Umgebung
Essaouira liegt wirklich sehr zentral und ist ein guter Ausgangspunkt, um die Umgebung zu erkunden. Hier folgen ein paar Vorschläge, was du unternehmen kannst und wie lange es jeweils zu den Zielen braucht.
Diabat
Wenn du den Stadtstrand von Essaouira ungefähr 1 Stunde Richtung Süden läufst, erreichst du Diabat, einen in den 1970er Jahren beliebten Ort für Aussteiger und Hippies. Angeblich soll auch Jimi Hendrix einige Zeit hier verbracht haben. Sogar ein Café wurde nach ihm benannt.
Eine kleine Sehenswürdigkeit ist die Ruine des Sultanpalastes Muhammed Ben Abdellah, die noch stellenweise aus dem Sand ragt.
Ansonsten ist Diabat inzwischen ein gefragtes Urlaubsziel für die Reichen. Denn Luxushotels, Golfanlagen und sonstige Annehmlichkeiten zieren das Städtchen.
Sidi Kaouki
Bist du ein Surf-Fan, dann ab nach Sidi Kaouki. Denn der Küstenort ist einer der bekanntesten Kite- und Windsurfspots in Marokko. Aber der breite Strand ist auch zum Baden geeignet.
Von Essaouira sind es um die 25km bis nach Sidi Kaouki. Täglich fährt im 1-2 Stundentakt der Regionalbus Nr.2 vom Stadttor Bab Doukkala ab. Die Fahrt dauert eine halbe Stunde.
Marrakesch
Von Essaouira fahren mehrmals täglich Busse, die per direkter Verbindung nur 3 Stunden bis nach Marrakesch brauchen. Es ist eine schöne Fahrt durch das Anti-Atlasgebirge. Zwischendurch wird eine Pause eingelegt, wo du in einem Restaurant etwas essen und dir die Beine vertreten kannst.
Agadir
Auch nach Agadir sind es mit dem Bus von Essaouira nur 3 Stunden. Falls du noch mehr Strandurlaub brauchst, wirst du in dieser Küstenstadt auf deine Kosten kommen
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